Neue Berechnungsgrundlage für den Legierungszuschlag (LZ) bei Blechen
Bei der Herstellung von nichtrostendem Edelstahl werden dem Produktionsprozess hauptsächlich
die Legierungsbestandteile Chrom, Nickel und Molybdän beigefügt. Deren Preise werden weitgehend von der Londoner Warenbörse (LME = London metal exchange) bestimmt. Die Rohstoffe
werden in US-$ gehandelt, somit ist auch der Devisenkurs eine Referenzgrösse für deren Preis in
allen anderen Währungen.
In den Legierungszuschlag fliessen die Kosten für diese metallischen Zusatzstoffe ein, soweit diese eine festgelegte untere Preisgrenze überschreiten. Der Legierungszuschlag ist für Terminlieferungen eine offene Grösse, er wird jeweils kurz vor dem Monatsende für den nachfolgenden Monat bekanntgegeben und dem Grundpreis zugerechnet.
Es war bisher so, dass bei der Berechnung des Legierungszuschlags die Rohstoffpreise der zwei
und drei zurückliegenden Monate berücksichtigt wurden. Neu sind es die LME-Kurse der letzten 30 Tage, jeweils je nach Hersteller etwas unterschiedlich bis ungefähr zum 20. Kalendertag des Vormonats, welche berücksichtigt werden. Damit ändert sich der Referenz-Zeitraum, er wird aktueller, es wird eine bessere Marktnähe erzielt. Die Berechnungsgrundlage bleibt im übrigen unverändert. |