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Marktbericht Februar 2012

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Umzug nach Möhlin

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Geschäftspartner,

unseren Umzug von Birsfelden in die neuen Lagerräumlichkeiten in Möhlin/AG haben wir inzwischen abgeschlossen. Für unsere Mitarbeitenden war es ein überaus arbeitsreicher Jahreswechsel, mussten sie doch bedeutende Zusatzleistungen vollbringen; wir sind ihnen sehr dankbar dafür.

Für unser Unternehmen ist es ein Meilenstein, der Schritt von der manuellen Lagerhaltung in Birsfelden zu vollautomatisierten Lagereinrichtungen am neuen Standort. Ebenso bedeutet für unsere Lagermitarbeiter der Umgang mit den neuen Installationen eine grosse Herausforderung. Noch funktioniert nicht ganz alles so rund, wie wir es uns letztendlich vorstellen, doch machen wir von Tag zu Tag Fortschritte.

Unseren geschätzten Kunden, die während diesen Wochen Verständnis für längere Bereitstellungszeiten gezeigt haben, danken wir sehr herzlich für ihre Geduld. Es ist unser Ziel, baldmöglichst und in jeder Beziehung unsere frühere Leistungsfähigkeit wieder herzustellen und noch zu übertreffen. Desgleichen wollen wir Sie demnächst auch mit unseren neuen und erweiterten Dienstleistungen vertraut machen und freuen uns, Sie zusätzlich auch in diesem Bereich bedienen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüssen

Ihre SAUTER EDELSTAHL AG

 

 

In eigener Sache: Transportkosten

Niemand sieht sich gerne mit Kostenerhöhungen konfrontiert, dafür haben wir Verständnis. Wir sind uns deshalb im Klaren darüber, dass die Information betreffend Transportkosten, welche wir dieser Tage versenden, keine Freude auslösen wird. Wir verrechneten stets nur Transportkostenanteile, also nicht den vollen GU-Tarif, und dies wird auch in Zukunft so bleiben. Die Kostensteigerung im Transportgewerbe geht aber leider bei uns nicht spurlos vorbei, sodass wir uns – wenn auch sehr ungern – zu einer Erhöhungen unserer eigenen Verrechnungssätze entschliessen mussten.

Wir bitten unsere geschätzten Kunden hierfür sehr um Verständnis, damit wir unseren guten Lieferservice auch in
Zukunft aufrechterhalten können. Herzlichen Dank !

 

 

Allgemeiner Marktüberblick (Informationsstand anfangs der Woche 05/ 12)
(Verfasser: August Sauter)
 

Gewinnen Rohstoffe wieder das Vertrauen der Anleger ?

Nach einer längeren Durststrecke scheinen die Kurse der Metallwerte seit Mitte Dezember wieder Tritt zu fassen. Sie erzielten zum Teil namhafte Aufschläge, welche durch einen leicht festeren US-$ zusätzlich unterstützt wurden.

Nickel kostete Ende Januar beinahe 20 % mehr als noch um die Monatsmitte Dezember 2011, Aluminium erholte sich in der selben Zeitperiode ebenfalls um 10 %. Auch die Schrottpreise haben deutlich angezogen.

Zudem erkennen wir, dass die Produzenten von nichtrostendem Stahl und Aluminium ihre Grundpreise erhöhen. Nach ersten aktuellen Feststellungen scheinen sich die höheren Werte vorerst durchzusetzen.

Allerdings scheint man in Fachkreisen an der Nachhaltigkeit dieser Entwicklung noch zu zweifeln. Die Zurückhaltung ist angesichts der nur bescheiden angestiegenen Nachfrage – zumeist Lagereffekt – gerechtfertigt. Mittelfristig begegnen wir den Aussichten auf eine durchgreifende Belebung noch mit Skepsis.

Für weitere Details zur Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt und die aktuellen Kurse empfehlen wir Ihnen unsere Diagramme mit der Entwicklung der LME – Kurse und der Lagerhaltung.

 

 

Nichtrostender Stahl

 

Der nichtrostende Stahl bereitet seinen Herstellern und auch nachgeordneten Unternehmen bezüglich den Ertragserwartungen zur Zeit wenig Freude. Wie einleitend bereits vermerkt, haben die Produzenten ihre Basispreise nun erhöht. Der Grund hierfür liegt primär bei einer ungenügenden Kostendeckung, wovon derzeit alle Werke betroffen sind.

Der Anstieg der Metallpreise am LME führt ab Februar 2012 auch zu erhöhten Legierungszuschlägen. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass für den Monat März nochmals eine Erhöhung erfolgen wird.

Die Verkaufspreise für nichtrostende Stähle sind denn auch bereits im Steigen begriffen.

Im längerfristigen Vergleich sind die Metallpreise nach wie vor auf tiefem Niveau. Nickel und Chrom haben wieder das Preisniveau von August / September des vergangenen Jahres erreicht, für Molybdän ist die Erholung noch bescheidener.

In unserer Erwartungshaltung über das erste Quartal 2012 hinaus bleiben wir eher vorsichtig, die Konjunkturdaten entwickeln sich zurückhaltend. Man kann die aktuelle Situation auch so interpretieren, dass sie einen Schritt zu einer gewissen 'Normalisierung' darstellt, um bei den Produzenten mindestens wieder Kostendeckung zu erreichen. Darüber hinaus wird die Nachfrage den Markt unter den heutigen Umständen kaum unterstützen können.

Aluminium

Kostenprobleme belasten derzeit auch den Aluminiummarkt. Im Mittelpunkt stehen die Energiekosten, welche den bedeutendsten Teil der Produktionsaufwendungen ausmachen. Bereits in den Vormonaten haben wir über Werksschliessungen in Fernost berichtet, nunmehr sind auch europäische und amerikanische Hersteller betroffen.

Tonerde aus Australien – einem der wichtigsten Förderländer - wird aufgrund des starken australischen Dollars weiterhin teurer. Deshalb kann man im Rohstoffbereich nicht mit einer Entspannung rechnen.

Zwar konnten sich die Aluminium-Marktpreise seit Mitte Dezember – nicht zuletzt auch aufgrund der Nachrichten über Betriebsschliessungen - wieder etwas erholen, sie sind aber aus Werkssicht weiterhin nicht auf einem wirklich zufriedenstellenden Niveau. Die Verbesserung hat sich in den ersten Tagen Februar auch nicht mehr fortgesetzt. Analisten rechnen mit keinen bedeutenden Veränderungen in den kommenden Monaten.

Im Ueberblick der weltweiten Produktionsmengen ist anzumerken, dass den Betriebsschliessungen von meist unrentabel arbeitender Werke die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten – wir berichteten bereits über solche in der Golfregion – gegenüberstehen. Die dortigen Werke werden von den vorhandenen Energieressourcen profitieren können.

Neue Serie:
Die Geschichte unseres Unternehmens Teil 11

Die Nachkriegsjahre und die Wiedererstarkung der europäischen und japanischen Produktion:

Die Konkurrenzverhältnisse für amerikanische Stahlproduzenten, welche kurz nach dem Krieg eine sehr dominierende Rolle in Europa einnahmen, wurden schon im Verlauf der späteren fünfziger Jahre immer schwieriger. Japanische und europäische Produzenten, deren Anlagen im Krieg zerstört wurden, kamen nun mit dem Ausstoss aus den damals modernsten Produktionseinrichtungen (vor allem mit Blechen und nahtlosen Rohren) auf den Markt. Unsere Firma sah sich mit Republic Steel vermehrt den erstarkenden europäischen Konkurrenten gegenüber im Nachteil, besonders bezüglich der amerikanischen Preisvorstellungen und auch der sehr langen Lieferfristen.

Auch mit Hilfe von Marshallplan-Geldern wurde in Europa eine neue Stahlindustrie aufgebaut. Republic Steel fand bei den FIAT-.Stahlwerken in Turin einen Lizenznehmer für den europäischen Markt. Unsere Geschäftstätigkeit im Blechbereich verlagerte sich deshalb ab Anfang der sechziger Jahre vermehrt nach Italien. Man musste sich auf die veränderte Geschäftspraktiken und den Verkehr mit anderen Mentalitäten umgewöhnen. Ein Zusammenarbeitsvertrag für den Schweizer Markt konnte mit dem privaten Handelshaus, welches die FIAT-Stahl-Produkte vertrieb, abgeschlossen werden.

Im Bereich Stabstahl etablierten sich in Kontinental-Europa verschiedenste neue oder wiederauferstandene Bezugsquellen, das ursprünglich wichtige Englandgeschäft verlor zunehmend an Bedeutung.

Nebst Europa wurde auch Japan unser neuer und bedeutender Handelspartner für verschiedenste Produkte.

Japan verstand es von allem Anfang an, qualitativ ausgezeichnete Produkte auf den Markt zu bringen. Die Werke erhielten rasch die für den europäischen Markt so wichtige TueV-Abnahme und waren damit auch in abnahmetechnischer Hinsicht den Erzeugnissen Europas ebenbürtig.

Die Produktionskapazitäten erlebten in diesen Jahren einen sehr starken Ausbau, die Nachfrage nach Rostfrei-Produkten stieg dementsprechend stark an. Bedingt durch die grössere Konkurrenz auf dem Markt kamen auch die Preise vermehrt unter Druck. Nichtrostender Stahl wurde deutlich günstiger.

Nebst den traditionellen Anwendungsgebieten Haushalt und Chemie, sowie Chemie-Apparatebau eroberte der nichtrostende Stahl gleichzeitig verschiedenste neue Märkte und Anwendungen. Der vorher dominierende Werkstoff Aluminium wurde dadurch im Bereich Küche / Nahrungsmittel-Industrie – teils auch bedingt durch neue Hygienevorschriften – teilweise zurückgedrängt.

Ein wesentlicher Schritt zum erweiterten Einsatz von nichtrostendem Stahl war auch die Aufnahme der Produktion von geschweissten Stahlrohren. Diese Aera begann im grösseren Rahmen Ende der fünfziger / anfangs der sechziger Jahren. Pioniere in den USA waren Trent-Tube (ab 1975), verschiedene schwedische Werke und Rovelli in Italien. Ein Teil dieser damaligen Pioniere haben die Jahrhundertwende nicht überlebt oder sind in andere Werksgruppen integriert worden.

Die bisher fast ausschliesslich verwendeten und sehr teuren nahtlosen Rohre kamen unter preislichen Druck, dem sie in keiner Weise folgen konnten. Rosfreie geschweisste Rohre wurden für viele neue Anwendungen interessant.

Es sollte aber noch etliche Jahre dauern, bis sich die verschiedenen Vorurteile gegenüber den geschweissten Rohren auch für die Verwendung im anspruchsvolleren Leitungsrohr-Bereichen abbauten.

Die damalige Ciba AG (später Ciba-Geigy, jetzt Novartis) hatte als erstes der Chemie-Unternehmen den Mut, auf geschweisste Rohre umzustellen, andere verwendeten noch bis weit in die siebziger Jahre ausschliesslich die nahtlose Ausführung.

In diese Aera fällt die Schaffung der 'Basler Norm', worin die Schweizerische Chemie ihre Ansprüche an die nichtrostenden Stahlprodukte, speziell auch die geschweissten Rohre, formulierte. In der weiteren Entwicklung der Qualitätsansprüche gegenüber den Produzenten spielte die Basler Norm für den gesamten schweizerischen Bedarf eine bedeutende Rolle. Wer die Anforderungen nicht erfüllen konnte, wurde als Lieferant nicht akzeptiert.

Über den Bau unserer ersten eigenen Lagerhalle in Birsfelden, die 'Nickelkrise' Ende der Sechziger Jahre und den Beginn der bewegten Siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts informieren wir Sie in unserem März-Marktbericht.

 

 
 

 

Unseren geschätzten Kunden empfehlen wir sowohl für rostfreien Stahl wie auch für Aluminium:

Versehen Sie Ihre Angebote mit einem ‚Preisvorbehalt für den Fall einer Änderung der Rohmaterialpreise und / oder der Währungsrelationen’. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Auftragsvergabe grosse Mengen umfasst und sich über längere Zeit hinziehen kann.

 
Unser Börsenkommentar zur Metallbörse LME (Situation anfangs der Woche / 05)
Quelle www.metalprices.com
 

LME (London Metal Exchange): was verbirgt sich dahinter?
Die Londoner Metallbörse gehört zu den weltweit wichtigsten Handelsplätzen für den Metallmarkt. Sie ermittelt täglich Referenzkurse und bietet Handelsgeschäfte an. Die Metallbörse wurde 1877 gegründet und hat ihre Aktivitäten schrittweise erweitert. Das jährliche Handelsvolumen wird auf rund 2.000 Milliarden US-$ geschätzt. Die Kurse des LME sind massgebend für die Preisgestaltung von nichtrostendem Stahl und Aluminium.

Ein Grossteil des Handels wird in traditioneller Weise in einem offenen Ring durchgeführt. Gehandelt wird in zwei Blöcken jeweils am späteren Vormittag und am mittleren Nachmittag. Der zweite Handelsblock liefert die Basis für die Bestimmung der offiziellen täglichen Metallhandelskurse, diese werden am späteren Nachmittag über www.metalprices.com veröffentlicht.

Diagramme und Kommentar zur Entwicklung der monatlichen Durchschnitts-Metallkurse am LME 2011:
Für eine Beurteilung in CHF ist stets auch die Fluktuation des US-$ zu berücksichtigen, Monats-Durchschnitt Januar $ 1 = 0.93 CHF.



 

Ferrochrom 60/65 % HC



   
 

Nickel

 


   
 

Ferro-Molybdän


   
  Nichtrostender Stahlschrott:



 

> Qualität Cr / Ni

 

 

> Qualität Cr / Ni / Mo

 

   
 

Aluminium

 

     

Ein längerfristiges Bild über die Metallpreis-Entwicklung geben Ihnen unsere Diagramme, welche die letzten
25 Jahre dokumentieren. Kontaktieren Sie uns: www.sedag.ch / info@sedag.ch

     
Allgemeines und Vorbehalt
 

Unsere Informationen und Prognosen, die wir in der Regel monatlich aktualisieren, sind neutral und unabhängig, sie entsprechen unserer eigenen Beurteilung der Situation. Durch unvorhersehbare und oft kurzfristig gegenläufige Entwicklungen an der Metallbörse LME können unsere Feststellungen jedoch unter Umständen kurzfristig an Aktualität einbüssen.

Beachten Sie deshalb bitte die Angaben über die letzte Aktualisierung.

Immerhin können auf Grund dieser Informationen keine Verantwortlichkeiten unsererseits abgeleitet werden.

Vor wesentlichen Kaufentscheiden empfehlen wir Ihnen, uns unverbindlich zu konsultieren, um die neuesten Informationen zu erfahren. Gerne geben wir Ihnen detaillierte Auskünfte zu Ihrem Bedarf.

     

Freundliche Grüsse
Ihr SAUTER EDELSTAHL Team