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Marktbericht Mai 2013

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Ein Überblick über das erste Trimester 2013
(Infos berücksichtigt bis anfangs Woche Woche 18/ 13)

(Verfasser: August Sauter)
 

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Kunden,

entscheidende Grundlage für die Preisentwicklung von nichtrostendem Stahl und Aluminium bleiben die Metallkurse an den Warenbörsen, welche dem oft wechselndem und schwer voraussehbaren Interesse der Finanzanleger ausgesetzt sind. Der soeben vom LME gemeldete Rekord der Anzahl Transaktionen im April 2013 (insgesamt 14.517.213) zeigt, dass die meisten Geschäfte im Bereich von Finanzinvestitionen und nicht für den tatsächlichen Verbrauch getätigt werden. Die Kurse werden in US-$ ausgehandelt, dessen Kurs fluktuierte gegenüber dem CHF in diesen ersten Monaten 2013 zwischen 0.91 und 0.94, der Euro konnte etwas an Wert zulegen.

Die ersten Monate dieses Jahres waren geprägt von einem teilweisen Überangebot an den Metallbörsen, besonders ausgeprägt bei Nickel, aber auch bei Rohaluminium, und vom zunehmenden Desinteresse der Anleger an Rohstoffen. Dies hat abgesehen von einigen kurzfristigen Erholungen zur Abwärtsbewegung der hauptsächlichen Metallkurse geführt.

Der Börsenpreis von Aluminium hat in den ersten 4 Monaten 2013 9 % eingebüsst, für Nickel sind es 10 %. Chrom blieb praktisch unverändert, Molybdän verlor 4 %.

Nichtrostender Stahlschrott verlor im selben Zeitraum sogar 14 %. Aluminiumschrott hingegen konnte um 3.5 % zulegen, dies hängt mit der sehr grossen Energie-Einsparung beim Einschmelzen zusammen, was wiederum zu einer überdurchschnittlichen Nachfrage führt.

Hervorgehend aus diesen Indizes bestimmen die Stahl­- und Metallproduzenten ihre Marktpreise. Bei kurzen Produktionsterminen leiden diese weitherum unter einer Flaute, die Anlagen sind ungenügend ausgelastet. Ein Ende dieser Situation ist zur Zeit nicht abzusehen. Service-Centers, Rohrproduzenten, der Handel und die Verarbeiter sind in ihren Dispositionen sehr zurückhaltend geworden. Die Werke haben versucht, der ungenügenden Nachfrage mit Korrekturen auf der Preisebene Rechnung zu tragen. Die Folge davon war ein harter Konkurrenzkampf um jeden einzelnen Auftrag. Dies wiederum führte dazu, dass eine ganze Branche ihre Kosten nicht mehr decken kann. Eine sehr grosse Anzahl von Stahl- und Aluminiumproduzenten sieht sich dieser prekären Situation gegenüber.

Als Folge dieser Entwicklung, welche bereits vor einigen Jahren ihren Anfang nahm, sich aber zunehmend verstärkte, haben sich z.B. im Inox-Bereich Produzenten zusammengeschlossen, bzw. die Rostfrei-Produktion aus ihren Konzernen ausgelagert, um Zusammenschlüsse zu ermöglichen. Das jüngste Beispiel hierfür ist der traditionsreiche ThyssenKrupp-Konzern, einer der Entdecker von nichtrostendem Stahl, welcher seine Rostfrei-Sparte zunächst als Inoxum separierte und anschliessend an den finnischen Outukumpu-Konzern verkaufte. Dies alleine zeigt schon, wie prekär Stahlwerke ihre Situation einschätzen.

Bereits jetzt sehen wir uns der Tatsache gegenüber, dass von ursprünglich (vor 20 – 25 Jahren) 12 europäischen potentiellen Rostfrei-Produzenten nur noch deren drei übriggeblieben sind. Der in einem solchen Prozess gleichzeitig notwendige Kapazitäts-Abbau hat aber nicht stattgefunden, im Gegenteil, durch erneuerte Anlagen wurde die Produktion ausgebaut.

Dies mag für Sie, sehr geehrte Kunden, aufgrund der aktuell sehr günstigen Preise unserer Produkte als Vorteil betrachtet werden. Die Lieferfähigkeit ab Lager ist kaum eingeschränkt, obwohl viele Verarbeiter die längerfristige Disposition als Streckengeschäft aufgaben und ihre Mengen aufgrund des tiefen Preisniveaus kurzfristig ab Lager eindeckten.

Dennoch betrachten wir die Situation mit einiger Sorge. Mittel- und längerfristig beurteilt ist diese Entwicklung im Stahl- und Metallbereich ein echtes Problem. Wenn eine ganze Branche ihre Kosten nicht mehr decken kann, so führt dies zwangsläufig zu restriktiven Massnahmen.

Sogenannte ‚Optimierungen‘ in der Produktion werden früher oder später die Folge sein, sie werden sich für unsere Konsumenten negativ auswirken. Die Auswahl der Produzenten wird weiter eingeschränkt, es findet eine Konzentration auf die hauptsächlichen Werkstoffe und Produkte / Dimensionen statt. Für Sondergüten und weniger gängige Abmessungen und Ausführungen werden aus Rationalisierungsgründen grössere Auftragsmengen verlangt, oder sie werden nicht mehr produziert. Die gerade für unsere Wirtschaft so wichtige und notwendige Spezialisierung könnte unter einem solchen Szenario deutlich leiden.

Solche Entwicklungen sind natürlich wiederum eine Chance für flexible Produktionen, innovative Anarbeitung und Distribution. Mit unserem erweiterten Dienstleistungsangebot aus dem Service-Center Möhlin (Querteilanlage, Tafelschere, Sägerei) haben wir deutlich an Flexibilität gewonnen und können Ihnen überall dort dienen, wo kurze Termine gefragt sind. Wir sind bereit und freuen uns, Ihre Bedarfsfälle zu bearbeiten!

Selbstverständlich wollen wir in dieser schwierigen Situation unsere Lieferfähigkeit ganz generell aufrecht erhalten und weiter verbessern, so z.B. auch durch den Ausbau unserer Lagerhaltung in Aluminiumprofilen.

In diesem Newsletter stellen wir Ihnen unsere Tafelschere TruShear 5164 näher vor.

Mit freundlichen Grüssen
Ihre
SAUTER EDELSTAHL

 

 
Wir stellen vor: unsere Anarbeitungsmöglichkeiten (4)
 
 

   
 

Unsere neue Tafelschere TruShear 5164 sehen wir als willkommene Ergänzung zu unserer Querteilanlage. Damit steht Ihnen – sehr geehrte Kunden – im Blechbereich eine lückenlose Anarbeitungsmöglichkeit zur Verfügung.

Saubere Schnitte und enge Toleranzen zeichnen unsere Tafelschere aus,
innerhalb der nachfolgenden Leistungskennzahlen:

Formate:
Schnittbreite   bis maximal 4‘020 mm
Schnittlänge 10 bis 1‘180 mm
Zuschnitt-Toleranzen:
von 10 bis 700 mm Länge +/- 0.2 mm
ab 701 bis 1‘180 mm  +/- 0.3 mm
Rechtwinkligkeit halbe EN-Toleranz ist möglich
Materialdicken:
Aluminium von 0.7 bis 12 mm
nichtrostender Stahl von 0.7 bis 10 mm
Nickellegierungen von 0.7 bis   8 mm
Paketgewichte:    bis maximal 1‘500 kg
Stapelhöhe:  bis maximal 400 mm einschliesslich Palette

Wir freuen uns über Ihre Anfragen und Aufträge, konsultieren Sie uns!

 

 

 
 
 
 
 

 

Unseren geschätzten Kunden empfehlen wir sowohl für rostfreien Stahl wie auch für Aluminium:

Versehen Sie Ihre Angebote mit einem ‚Preisvorbehalt für den Fall einer Änderung der Rohmaterialpreise und / oder der Währungsrelationen’. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Auftragsvergabe grosse Mengen umfasst und sich über längere Zeit hinziehen kann.

 
Unser Börsenkommentar zur Metallbörse LME ( Informationsstand der Woche 18 )
Quelle www.metalprices.com
 

LME (London Metal Exchange): was verbirgt sich dahinter?
Die Londoner Metallbörse gehört zu den weltweit wichtigsten Handelsplätzen für den Metallmarkt. Sie ermittelt täglich Referenzkurse und bietet Handelsgeschäfte an. Die Metallbörse wurde 1877 gegründet und hat ihre Aktivitäten schrittweise erweitert. Das jährliche Handelsvolumen wird auf rund 2.000 Milliarden US-$ geschätzt. Die Kurse des LME sind massgebend für die Preisgestaltung von nichtrostendem Stahl und Aluminium.

Ein Grossteil des Handels wird in traditioneller Weise in einem offenen Ring durchgeführt. Gehandelt wird in zwei Blöcken jeweils am späteren Vormittag und am mittleren Nachmittag. Der zweite Handelsblock liefert die Basis für die Bestimmung der offiziellen täglichen Metallhandelskurse, diese werden am späteren Nachmittag über www.metalprices.com veröffentlicht.

Diagramme und Kommentar zur Entwicklung der monatlichen Durchschnitts-Metallkurse am LME:
Für eine Beurteilung in CHF ist stets auch die Fluktuation des US-$ zu berücksichtigen, Monats-Durchschnitt der letzten Wochen 1 US-$ = 0.934 CHF, 1 Euro = 1.225 CHF.



 

Ferrochrom 60/65 % HC



   
 

Nickel

 


   
 

Ferro-Molybdän


   
  Nichtrostender Stahlschrott:



 

> Qualität Cr / Ni

 

 

> Qualität Cr / Ni / Mo

 

   
 

Aluminium

 

     

Ein längerfristiges Bild über die Metallpreis-Entwicklung geben Ihnen unsere Diagramme, welche die letzten
25 Jahre dokumentieren. Kontaktieren Sie uns: www.sedag.ch / info@sedag.ch

     
Allgemeines und Vorbehalt
 

Unsere Informationen und Prognosen, die wir in der Regel monatlich aktualisieren, sind neutral und unabhängig, sie entsprechen unserer eigenen Beurteilung der Situation. Durch unvorhersehbare und oft kurzfristig gegenläufige Entwicklungen an der Metallbörse LME können unsere Feststellungen jedoch unter Umständen kurzfristig an Aktualität einbüssen.

Beachten Sie deshalb bitte die Angaben über die letzte Aktualisierung.

Wir bitten Sie höflich zu verstehen, dass aufgrund dieser Marktinformationen keine Verantwortlichkeiten unsererseits abgeleitet werden können

Vor wesentlichen Kaufentscheiden empfehlen wir Ihnen, uns unverbindlich zu konsultieren, um die neuesten Informationen zu erfahren. Gerne geben wir Ihnen detaillierte Auskünfte zu Ihrem Bedarf.

     

Freundliche Grüsse
Ihr SAUTER EDELSTAHL Team